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Compax Bau Fassadengestaltung

Riemchen

Riemchen gehören zum guten Ton. Echte Riemchen sind dünne Verblender aus natürlichem, gebranntem Ton. Riemchen bieten in Farbe, Format und Oberflächenstruktur dieselbe Vielseitigkeit und Gestaltungsfreiheit wie Vollklinker und gewähren somit den optischen Eindruck einer gemauerten Wand.

Eine Sanierungsmaßnahme mit WDVS und Riemchen kann wie folgt verlaufen (Dank ihrer geringen Materialstärke und ihres niedrigen Gewichts sind Riemchen ideal für Wärmedämmung und Verschönerung von Altbauten):

Der Untergrund muss tragfähig, sauber und in seiner Ebenheit DIN 18202 entsprechen. Nach dem Ansetzen der Sockelanschlussprofile wird im ersten Schritt die Wärmedämmung auf die Fassade aufgebracht. Die Befestigung der Wärmedämmung mit dem Untergrund erfolgt mit Klebemörtel auf der Plattenrückseite. Auf die verklebten Dämmplatten wird Armierungsmörtel aufgetragen. Anschließend wird die Armierung in Mörtel eingebettet und verdübelt.

Nach vollständigem Aushärten der Armierungsschicht werden die Riemchen verklebt. Für Fensterlaibungen und -stürze sowie Gebäudecken kommen Winkel-Riemchen zum Einsatz.

Riemchen mit Wasseraufnahmefähigkeit > 4.0 M.-% sollten im herkömmlichen Verfahren für Ziegelfassaden mit Fugeisen und Fugenmörtel verfugt werden.

Riemchen mit einer sehr geringen Wasseraufnahmefähigkeit < 4.0 M.-% können auch mit einem Schlämmmörtel verfugt werden.

Da die Verfugung der Riemchen für die Optik der Gesamt Fläche von  großer Bedeutung ist, empfiehlt es sich, den Mörtel zunächst an einer Musterfläche am selben Objekt zu testen.

Verkleben der Riemchen: Unterputz muss ausreichend erhärtet sein, vor Beginn der Arbeiten sind Schichthöhen festzulegen, Mauerwerksverband beachten, Klebemörtel unter Berücksichtigung der Verarbeitungszeit aufziehen, Winkel-Riemchen vor dem Ansetzen mit Kleber bestreichen, fehlerhafte Riemchen, mit auffälligen Rissbildungen aussortieren, Verfugung von oben nach unten durchführen.

WDVS mit Riemchen stellen wegen der hervorragenden physikalischen Eigenschaften des keramischen Materials als Abschlussschicht eine Alternative für wärmetechnische Sanierung von Fassaden mit Sichtmauerwerk dar.   

Riemchen als abschließende Deckschicht werden wegen der höheren Alterungsresistenz und der besseren Widerstandsfähigkeit gegen Schlagregen in steigendem Maße für die Bekleidung von Fassaden eingesetzt.

Riemchen eröffnen den Architekten, Planern und Bauherren zusätzliche Möglichkeiten der Fassadengestaltung, ohne auf die Vorzüge eines Ziegelsichtmauerwerks verzichten zu müssen. Die hervorragende Widerstandsfähigkeit von Riemchen hinsichtlich chemischer und mechanischer Belastung sowie deren gute Reinigungsfähigkeit sind weitere Argumente für den Einsatz bei nachträglicher Wärmedämm-Maßnahme von Fassaden.

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